Wandel fühlt sich selten nach Wachstum an. Meistens fühlt er sich nach Verlust an. Nach Unsicherheit. Nach dem Ende von etwas. Und genau das macht ihn so schwer – und so wertvoll.
Die Raupe weiß nicht, dass sie ein Schmetterling wird.
Sie weiß nur, dass sich alles auflöst. Dass das, was sie war, nicht mehr trägt. Dass da etwas Neues entstehen will. Aber noch keine Form hat.
Das ist kein angenehmer Zustand. Es ist ein notwendiger.
Ja, not-wendig: Eine Not, die es zu wenden gilt.
Wachstum passiert nie innerhalb deiner Komfortzone. Wachstum geschieht in dem Moment, in dem du bereit bist, loszulassen.
Viele Menschen verstehen Wandel als Verlust. Sie verlieren Sicherheit. Eine Rolle. Eine Identität, die sie lange getragen hat.
Was sie dabei übersehen: Jeder Verlust macht Platz. Platz für etwas, für das vorher kein Platz da war.
Das bedeutet konkret: Die Erschöpfung, die du spürst, ist nicht das Ende. Sie ist das Signal, dass eine alte Version von dir zu eng geworden ist.
Die Erschöpfung: Wie ein Schuh, der nicht mehr passt.
Es ist deine Entscheidung, ob du ihn weiter trägst. Bis er mehr und mehr drückt. Blasen verursacht, deine Zehen verformt. Das Gehen schmerzhaft macht.
Ziehst du den Schuh aus? Oder trägst du ihn weiter?
Welchen Schuh möchtest du tragen? Soll er nur bequem sein? Oder auch wetterfest? Oder lieber schick? Oder beides?
Wie lange soll er dich durchs Leben tragen?
Deine Füße verändern sich im Alter.
Passt der Schuh dann noch? Wann brauchst du wieder neue?
Ist deine Schuhsohle abgelaufen? Hat er schon Löcher, die deine Füße nass werden lassen? Stört dich das?
Oder willst du vielleicht gänzlich ohne Schuhe durchs Leben gehen?
Jeder Fuß ist anders. Groß. Klein. Schmal. Breit. Senkfuß. Hallux.
Deswegen braucht jeder Fuß einen anderen Schuh.
Bestellst du deine Schuhe online? Oder lässt du dich vor Ort beraten?
Welche Entscheidung auch immer du triffst. Es ist deine. Und sie muss sich für dich stimmig anfühlen.
Ja, du kennst deine Schuhe inzwischen sehr gut, sie sind dir bekannt und wohl vertraut. Auch wenn sie vielleicht unbequem sind. An manchen stellen bildet sich ja auch Hornhaut, dann tut es gar nicht mehr so weh. Oder du klebst ein Pflaster drüber. Hilft vorübergehend auch.
Unser Nervensystem bevorzugt das Bekannte und Vertraute gegenüber dem Unbekannten, selbst wenn es schmerzt und das Unbekannte vielleicht besser wäre.
Dieser Schutzmechanismus hält uns manchmal genau dort fest, wo wir am meisten wachsen könnten.
Das Schwierigste im Wandel ist nicht die Veränderung selbst.
Es ist, dabei bei sich zu bleiben.
Nicht wegzulaufen. Nicht zu erstarren.
Sondern mitten in der Unsicherheit zu spüren:
Ich weiß, wer ich bin. Ich weiß, was mir wichtig ist. Ich weiß, wohin ich will.
Das ist keine Selbstverständlichkeit. Das ist eine Fähigkeit, die man entwickeln kann.
In der Stille. In der Natur. In einem Gespräch, das tief genug geht.
Wandel ist kein Feind. Er ist die Einladung, endlich die Version von dir zu werden, die schon lange wartet.
Du spürst, dass es Zeit ist, deinen Wendepunkt zu gestalten?
Dann lass uns sprechen.
