Die Walpurgisnacht steht für Übergang, Feuer und Neubeginn. Warum genau das so viel mit Wendepunktarbeit und klaren Entscheidungen zu tun hat.
Walpurgisnacht. Oder: Was in dir endlich rausfliegen darf
Walpurgisnacht klingt erst mal nach Hexen, Feuer, Brocken und ein bisschen Ausnahmezustand. Historisch steckt dahinter eine spannende Mischung: alte Frühlingsrituale, später christlich überlagert mit der Heiligen Walburga.
Es geht um einen Übergang.
Um den Winter, der gehen soll.
Um etwas Neues, das Platz braucht.
Und genau deshalb passt die Walpurgisnacht so gut zu meiner Arbeit.
Denn viele Menschen leben an genau so einer Schwelle.
Außen läuft noch alles. Innen ist längst klar: So geht es nicht weiter.
Hinter der Schwelle wartet noch mehr.
Das ist der eigentliche Punkt.
Nicht Hexen. Nicht Folklore. Nicht Tourismus mit Kostüm.
Sondern die Frage:
Was in dir gehört noch zum Winter?
Und was will längst raus?
Viele schleppen alte Muster viel zu lange mit:
Aufschub. Funktionieren. Aushalten. Sich selbst vertrösten mit klugen Sätzen. Man könnte es auch als “gut organisierten Stillstand” bezeichnen.
Die Walpurgisnacht ist da deutlich ehrlicher. Sie arbeitet mit Feuer. Mit Lärm. Mit Wucht.
Symbolisch heißt das:
Etwas darf gehen.
Etwas soll nicht länger mitgeschleppt werden.
In vielen Bräuchen ging es genau darum, Winter und Unheil zu vertreiben und den Übergang in die neue Jahreszeit zu markieren.
Genau so ist es bei Wendepunkten auch oft.
Nicht alles in dir will beruhigt werden.
Manches will beendet werden.
Manches will raus.
Endlich!
Wendepunktarbeit heißt für mich deshalb nicht, noch eine hübsche Schleife um dein Thema zu legen.
Sondern den Punkt ernst zu nehmen, an dem Wahrheit mehr Gewicht bekommt als Ausweichen.
Also genau der Moment, in dem du merkst:
Ich kann mir das nicht länger schönreden.
Ich will das nicht weiter mit mir herumschleppen.
Hier ist eine Schwelle, auf der ich längst stehe.
Vielleicht ist das die eigentliche Kraft der Walpurgisnacht.
Sie erinnert daran, dass Übergänge markiert werden wollen.
Dass etwas enden darf.
Dass etwas Neues keinen perfekten Zeitpunkt braucht.
Sondern einen klaren inneren Schnitt.
Frühlingsfeste rund um den 1. Mai standen genau für diesen Wechsel in den neuen Zyklus.
Und vielleicht ist genau das auch die Verbindung zu meinem Business:
Ich arbeite mit Menschen an solchen Schwellen.
Dort, wo etwas innerlich längst reif ist.
Dort, wo Funktionieren noch läuft und Wahrheit trotzdem schon an die Tür klopft.
Dort, wo aus einem diffusen Ziehen ein echter Wendepunkt werden kann.
Wenn du spürst, dass in dir gerade etwas sterben will, damit etwas Neues entstehen kann.
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